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In den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts gab es kurzfristig wieder eine Hochphase des Interesses am Stereobild (und Stereofilm ; 3D-Film). Kodak brachte 1954 mit der Kodak Stereo Camera eine günstige, einfache und praktische Stereokamera auf den Markt.

Mit ungefähr 100 000 produzierten Exemplaren in wenigen folgenden Jahren ist die Kodak Stereo Camera eine der erfolgreichsten Stereokameras überhaupt.

Besonders zu beachten: die Wasserwaage [b] in der Kamera, um eine Verschiebung der Bildachse aus der Horizontalen zu vermeiden. Damit ergibt sich auch schon eine gestalterische Einschränkung der Stereofotografie gegenüber der "normalen" Fotografie. Der schräge Blick der Kamera ist hier nicht realisierbar.

Ebenso interessant ist die Befüllung des Filmstreifens [ c ]. Wie man auf der Abbildung erkennen kann, haben man zuerst 3 verschiedene Halbbilder, d.h. nach dem 3.ten Bild muss der Film nicht um eine Halbbildbreite sondern um 4 Halbbildbreiten weitertransportiert werden. Und dies sollte natürlich so geschehen, dass der Fotograf nicht mitzählen muß.

[a] : Kodak Stereo Camera;
[b] : Wasserwaage unterhalb des Suchers;
[c] :Kodak Stereo Camera, Stereoformat, ungeschnittener Diafilm ;
[d] : Kodak Stereo Camera, Blick durch den Sucher, Wasserwaage erkennbar;
eigene Aufnahmen, 2000

 
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